Interview mit Dr. med. Dorothea Riesenbeck
Dr. med. Dorothea Riesenbeck ist Mitinhaberin der Strahlentherapeutischen GemeinschaftspraxisRecklinghausen. Sie nimmt an der Pilotphase teil, mit der das Prosper-Hospital das Programm ORBIS ePortal im ärztlichen Alltag testet.

Seit dem 10.05.09
Ich erwartete vor allem eine verbesserte Patientenbetreuung durch mehr Informationen und einen schnelleren Zugang zu Daten und Fakten: wann war das letzte CT, wurde schon eine Szintigraphie gemacht, wie ist das Labor?
Der Patient gibt mir zunächst sein Einverständnis, dass seine Daten ins ePortal eingestellt werden dürfen und ich sie dann einsehen darf. Die Erklärung faxe ich an das Prosper-Hospital. Nach fünf Minuten kann ich mich einloggen und die entsprechenden Daten sehen und ausdrucken oder direkt im System weiterverarbeiten.
Ja, ich bin sehr zufrieden und kann das Programm nur weiterempfehlen. Das liegt daran, dass normalerweise vollständige und korrekte Mitteilungen selten vorliegen, wenn der Patient nach der Entlassung kommt - ein Arztbrief ist eben mit Aufwand verbunden. Wenn ich aber direkt zugreifen kann, ist die sofortige Klärung von Fragen möglich. Auf einen abschließenden Brief kann trotzdem nicht verzichtet werden - die Epikrise, Planung und Bewertung von Befunden steht ja dann noch aus. Ich halte es für eine sehr wichtige und sehr innovative Optimierung sowohl der Patientenversorgung als auch der Kommunikation und Vernetzung von stationärer und ambulanter Versorgung. Das Prosper-Hospital kann stolz sein darauf!
Nein. Der Telefonsupport klappt gut, die Freischaltung auch. Nur, wenn wir nach 15.30 Uhr noch neue Patienten sehen, dauert es bis zum nächsten Tag, bis die Daten freigeschaltet sind. Ich halte das für kein Problem. Ich könnte mir vorstellen, dass bei einer zunehmenden Anzahl von teilnehmenden Praxen der Aufwand steigt, bin mir aber sicher, dass das Prosper-Hospital dann entsprechend reagiert.
Die Patienten profitieren, weil wir in der Praxis besser informiert sind. Wir können direkt feststellen, welche Untersuchungen kurzfristig aus unserer Sicht noch nötig sind. Auch die Fragen der Patienten zu Befunden können wir besser beantworten. Die Patienten fühlen sich sicherer und besser aufgehoben. Es gibt mehr Vertrauen, wenn der Patient merkt, dass Kommunikation funktioniert.
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